Performance Management

EPM

Sammeln/Auswerten von Betriebsdaten

Performance Management

Das Anwendungsmodul ERAMON Performance Management (EPM) sammelt Betriebsdaten von Netzwerkkomponenten oder Servern und deren Interfaces und bereitet sie graphisch zu Informations-und Analysezwecken auf. Ziel ist es, Performance- und Zustandsbewertungen von Devices zu verbessern und bei der Fehlersuche relevante Informationen über Devices und einzelne Interfaces übersichtlich darzustellen. Somit unterstützt EPM beispielsweise bei der Planung von WAN-Anbindungen oder Fileserver-Kapazitäten, indem Leitungsdurchsatz oder Plattenbelegung protokolliert und Überschreitungen voreingestellter Schwellwerte im Event-System von ERAMON angezeigt werden. Dadurch können kurzfristige Kapazitätsmuster sowie langfristige Trends sicher erfasst und rechtzeitige Erweiterungsmaßnahmen getroffen werden. Des Weiteren kann die Qualität der erbrachten Services überwacht und dokumentiert werden. EPM bietet eine erhebliche Erweiterung der bisherigen Möglichkeiten, erfasste Betriebsinformationen darzustellen. Skalierbare und zoombare Grafiken historisch aufbereiteter Daten erlauben eine bessere Handhabung und eine genauere Analyse.

Realisierung

Die Abfrage der Messungen erfolgt anhand eines Regelwerks, welches granular hinterlegt wird. Anhand dieses Regelwerkes wird das entsprechende Device automatisiert abgefragt (z. B. Regel für das Anlegen einer Messung „CPU-Auslastung“ für alle Switche des Typs Cisco Catalyst 4506). Die abzufragenden Informationen werden in definierten Intervallen durch die Satelliten (in der Regel über SNMP) gesammelt. Eine Vielzahl von MIBs bzw. Beispielmessungen ist bereits im NMS integriert, wobei Ergänzungen jederzeit möglich sind. Eine eigene Datenbank steht zur Speicherung und Archivierung der erhobenen Daten zur Verfügung.

EPM

Die skalierbare Architektur (SAT/CENTER) von ERAMON erlaubt, je nach Anzahl der aktiven Satelliten (SATs) eine nahezu unbegrenzte Anzahl von abgefragten Werten. Die Art der Kennzahlen ist abhängig von den MIBs der Device-Hersteller. ATM-Soft-PVCs bis Switch-Buffern sind überwachbar. Je nach der implementierten SNMP-Version im Betriebssystem der Devices können 32-Bit- oder 64-Bit-Kennzahlen  abgefragt werden. EPM wird über Vorlagen konfiguriert, die man entsprechend ausrollt. Bestimmte Einstellungen können nach dem Ausrollen noch geändert werden. Die Darstellung der Informationen erfolgt entweder historisch als Graph oder es wird der letzte aktuelle Wert angezeigt. Das Einstellen von Schwellwerten zur Alarmierung bzw. von Maximal-/Minimalgrenzen zur Verbesserung der Ansicht ist ebenfalls möglich.

Bei der Anzeige von Messungen stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • 95%-Regel
    Der 95%-Durchschnitt wird angezeigt.
  • Trendanalyse
    Die Trendanalyse verwendet das Verfahren der exponentiellen Glättung mit einem Glättungsfaktor von 0,3, um die Kurve anzunähern. Diese Kurve wird dann durch die lineare Regression abgebildet.
  • Prognosewert
    Die Prognose extrapoliert die Werte aus der linearen Regression auf den ausgewählten Zeitraum. Dabei dienen als Grundlage für die Berechnung der Daten die Messwerte aus dem angezeigten Zeitraum.
  • Export
    CSV, PDF oder PNG
  • Freies Skalieren über Mouseover

Reporting
  • Baselining
    Durch EPM-Baselining können anhand von historischen Werten Baselines definiert werden. Über- und/oder Unterschreitungen werden entsprechend alarmiert. Die Baseline entspricht dem Mittelwert einer bestimmten Anzahl aus historischen Werten. Die abgefragten Werte werden dann entsprechend mit der Baseline verglichen und ab einer bestimmten Abweichung (festlegbar in Prozent) alarmiert.
  • Dynamische Views
    Über eine einstellbare Suchmaske können beliebige Messungen gesammelt betrachtet werden, z. B. alle QoS-Statistiken einer Serviceklasse über mehrere Devices.
  • IP-SLA
    Aktuell für cisco, huawei und juniper bereits vordefiniert.
  • Top-N Report
    Manuell über GUI oder automatisierbar.